2. Weltkrieg

Beginnend in den 1920er Jahren wurden Rechtsextremismus und Faschismus zu den bestimmenden politischen Faktoren. 1922 ergreift Benito Mussolini mit seinem Marsch auf Rom die Macht in Italien, in den 1930er Jahren wird der Nationalsozialismus zur regierenden Macht in Deutschland. Am 30. Jänner 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Ein wesentlicher Baustein im politischen Programm der Nationalsozialisten ist die Herstellung einer neuen Ordnung in Europa. Die Wurzel dieses Strebens lag in den Friedensverträgen des ersten Weltkrieges, in denen die Verlierermächte wie Deutschland und Österreich benachteiligt worden waren. Ebenso waren Expansionsbestrebungen und Rassenideologien Inhalte der nationalsozialistischen Partei.


Innerhalb der deutschen Bevölkerung herrschte eine große Empörung über den Versailler Vertrag, speziell über die Reparationszahlungen die bis 1931 eingehoben worden waren.
Die Revision der Friedensverträge des ersten Weltkrieges, war aber nur ein Teil des Programmes der NSDAP – im einer Denkschrift zum Vierjahresplan aus dem Jahr 1936 setzt Adolf Hitler die Schwerpunkt in der Kriegsfähigkeit von Armee und Wirtschaft innerhalb von 4 Jahren, Kriegsziele die über die Wiederherstellung der Ordnung von vor dem ersten Weltkrieg hinausgingen sind seit 1937 protokolliert (Hoßbach-Niederschrift).

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten begannen sich erste Veränderungen abzuzeichnen.

1935 wird das Saarland, 1936 das Rheinland wieder ins Deutsche Reich eingegliedert. 1938 wird DeutschÖsterreich dem Deutschen Reich angeschlossen, ebenso wie das Sudetenland in diesem Jahr von der Tschechoslowakei abgetrennt wird. 1939 folgte der Einmarsch in die restliche Tschechei, die unter ein Generalgouvernment gestellt wird. Litauen gab das Memelland an Deutschland ab, und die Slowakei ging mittels Schutzvertrag ebenfalls Verbindlichkeiten mit dem Deutschen Reich ein.

Im Sommer 1939 schlossen Hitler und Stalin den „Hitler-Stalin-Pakt“ der offiziell ein gegenseitiges Nichtangriffsversprechen beinhaltete. Im Geheimen hatte man sich auch in Zusatzprotokollen auf eine neue Aufteilung Europas geeinigt, die zwar keine genauen Grenzen beinhaltete, wohl aber Einflussgebiete definierte. Im Wesentlichen ging es um Gebiete in Polen, Finnland und Rumänien.

Eine der Lehren aus dem ersten Weltkrieg, war die Auswirkung der Unterversorgung der Bevölkerung auf die politische Stabilität im Heimatland. Aus diesem Grund wurde das „Blitzkrieg“ Konzept entwickelt – kurze effiziente Kriegsführung und schnelle Eroberungen sollten den Material- und Zeitaufwand minimieren, und so die Ressourcen schonen. Auf diese Weise sollte die Versorgung der Menschen im Heimatland nicht beeinflusst werden.

Der 2. Weltkrieg brach mit dem Einmarsch der deutschen Armee am 1. September 1939 in Polen aus. Die Voraussetzung dafür war eine schlagkräftige Wehrmacht, die in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, entsprechend dem Vierjahresplan aufgebaut worden war. Nach dem Anschluss Österreichs im Jahre 1938 wurden die Truppenteile des Österreichischen Bundesheeres in die Wehrmacht eingegliedert. Die Einheiten wurden entsprechend der Wehrmachtsstruktur umbenannt, oder aufgelöst. Das österreichische Bundesheer bestand damals aus ca. 50.000 Soldaten die Neueinteilung des österreichischen Heeres der Zwischenkriegszeit nach Wehrmachtsschema sah wie folgt aus:



Verbündete des Dritten Reiches im zweiten Weltkrieg

1 Polen 01.09.39
2 Großbritannien 03.09.39
3 Frankreich 03.09.39
4 Australien 03.09.39
5 Indien 03.09.39
6 Neuseeland 03.09.39
7 Südafrikanische Union 04.09.39
8 Kanada 07.09.39
9 Norwegen 09.04.40
10 Dänemark 09.04.40
11 Niederlande 10.05.40
12 Belgien 10.05.40
13 Luxemburg 10.05.40
14 Jugoslawien 06.04.41
15 Griechenland 06.04.41
16 UdSSR 22.06.41
17 China 08.12.41
18 USA 11.12.41
19 Kuba 11.12.41
20 Dominikanische Republik 11.12.41
21 Guatemala 11.12.41
22 Nicaragua 11.12.41
23 Haiti 12.12.41
24 Honduras 12.12.41
25 EI Salvador 12.12.41
26 Tschechoslowakei 16.12.41
27 Panama 13.01.42
28 Mexiko 28.05.42
29 Brasilien 28.08.42
30 Abessinien 09.10.42
31 Irak 16.01.43
32 Bolivien 07.04.43
33 Iran 09.09.43
34 Italien 13.10.43
35 Kolumbien 29.11.43
36 Liberia 26.01.44
37 Rumänien 25.08.44
38 Bulgarien 08.09.44
39 San Marino 21.09.44
40 Ungarn 31.12.44
41 Ecuador 02.02.45
42 Paraguay 08.02.45
43 Peru 12.02.45
44 Uruguay 15.02.45
45 Venezuela 16.02.45
46 Türkei 23.02.45
47 Ägypten 24.02.45
48 Syrien 26.02.45
49 Libanon 27.02.45
50 Saudi-Arabien 01.03.45
51 Finnland 03.03.45
52 Argentinien 27.03.45

Die Militäreinheiten der 1. Österreichischen Repubilk - Deutschösterreich wurden wie folgt in die Wehrmacht übergeführt: