Kennzeichen der Bäckereikompanie waren die 5 zweiachsigen Feldbacköfen vom Typ 106, die von den schweren 4,5t LKW gezogen wurden, begleitet von zwei Wassertankwagen. Die Schornsteine der Feldbacköfen konnte man für den Transport umlegen. Fünf Feldbacköfen hatte eine Tageskapazität von 12000 Broten.
Technisch handelte es sich um eine kluge Konstruktion, denn bereits mit einer kleinen Holzfeuerstelle am Ende des Ofens erreichte man durch gezielte Rauchgasführung und evakuuierten Röhren eine genaue Temperaturführung im Bereich von 220-260°C.
Zur Bäckereikompanie gehörten neben den Backöfen auch Teigverarbeitungsmaschinene (Knetmaschinen, Portionierer, etc. wie auch heute noch in Bäckereien verwendet).

Bild von Helmut Dinter sein Vater - Josef Dinter war Soldat im IR 134
Wasser war neben Mehl und Salz ein wesentlicher Faktor, der in großen Mengen für die Brotherstellung gebraucht wurde. Auf dem Westfeldzug bediente man sich bei großen Wasseraufbereitungsanlagen, im Ostfeldzug nutzte man die fließenden Gewässer. Hier wie dort durfte nur Wasser verwendet werden, das die Ärzte, bzw. Veterinärmediziener überprüft hatten.
Normalerweise wurde das 1,5 kg schwere Graubrot (Kommissbrot). Neben Brot wurden zu besonderen Anlässen auch Kuchen, Semmel oder Weihnachtsstollen hergestellt.
Falls kein Mehl verfügbar war – bestand die Möglichkeit Korn in einer eigenen Elektromühle zu vermahlen. Wo es möglich war griff man jedoch auf im Land befindliche Anlagen zurück.

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Bericht vom 16.4.1944 aus der Divisionszeitung "Der Reichsgrenadier"
Wenn unsere Bäckereikompanie in diesen Tagen allen Kameraden allgemeine Aufmerksamkeit für die mit dem Tagesstempel vom 20.4. versehenen Brote empfiehlt, so hat das seinen besonderen Grund. Es ist nämlich ein Jubiläumstag der Kompanie; an ihm wird das 10.000.000. Brot gebacken. Äußerlich wird es sich zwar von seinesgleichen nicht unterscheiden, aber unter der Kruste, im würzigen Innern, wird der Empfänger eine Überraschung vorfinden. In dieses Jubiläumsbrot und ebenso in das 9.999.999. und in das 10.000.001. werden Anweisungen ein gebacken, die dem Besitzer die Anwartschaft auf eine zweifellos willkommene Sondergabe sichern. Also wie gesagt, aufgepasst! |
Lesen Sie mehr über dieses Regiment im Kriegstagebuch der 44. Infanteriedivision
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