


Die 44.Infanteriedivision war ursprünglich eine normale Infanteridivision, die hauptsächlich aus Österreichern bestand. Das Besondere ist, daß diese Einheit den zweiten Weltkrieg vom Beginn bis nach Stalingrad durchmachte, dort aufgerieben wurde, 1943 wiederaufgestellt worden war, und dnach in Italien, Ungarn, Jugoslawien und Österreich bis zum bitteren Ende Kampfeinsätze hatte. Das nationalsozialistische Regime würdigte die Leistungen der Einheit durch Namensverleihung "44. Reichsgrenadierdivision Hoch- und Deutschmeister", nur besondere Divisionen durften einen Namen statt der Nummer tragen, und durch Verleihung eines Ärmelbandes, mit dem Schriftzug "Hoch und Deutschmeister".

Bilder aus der Besatzungszeit in Frankreich von La Rochelle und vom Atlantik
mehr Bilder der 44. Infanteriedivision finden Sie hier
Infanterieregiment 131,
Infanterieregiment 132,
Infanterieregiment 134,
Artillerieregiment 96,
Aufklärungsabteilung 44,
Panzerjägerabteilung 46,
Pionierbataillon 80,
Nachrichtenabteilung 64,
Feldersatzbataillon 44,
Nachschubtruppen 44
Grenadier-Regiment 131 (Benennung bereits ab 15.10.1942), Grenadier-Regiment 132 Benennung bereits ab 15.10.1942), Reichsgrenadierregiment „Hoch und Deutschmeister“ (Benennung ab 19.6.1943), Artillerie-Regiment 96, Feldersatz-Bataillon 44, Panzerjäger-Abteilung 46, Granatwerfer-Bataillon 44, Pionier-Bataillon 80, Nachrichten-Abteilung 64, Infanterie-Divisions-Nachschubführer 44
Im Winter 1943/44 waren 8 Tiger-Panzer der "Panzergruppe Meier" zur Division zugeteilt. In den Kämpfen um den Gran Brückenkopf arbeitete man ebenfalls mit Tigerpanzern zusammen.
Die Namensverleihung "Reichsgrenadierdivision Hoch- und Deutschmeister" erfolgte durch den Führerbefehl 245 vom 4. Mai 1945
Lesen Sie auch das Kriegstagebuch der 44. Infanteriedivision
Die Aufstellung der Division erfolgte am 1.4.1938 durch den Wehrkreis XVII (Wien).
Damals wurden nicht nur die aktuell Wehrpflichtigen sonder auch alle Männer die in der ersten Republik zwar als tauglich eingestuft gewesen waren, aber damals nicht zum ersten österreichischen Bundesheer mußten ("weiße Jahrgänge") einberufen.

Soldaten der 44.ID vor dem Schloss Sans Souci
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
September |
Süd |
14. Armee |
XVII |
Krakau-Lemberg |
Dezember |
kein |
kein |
OKH-Reserve |
Einbeck |
Polenfeldzug
Durchbruchskämpfe in Westgalizien
Verfolgungskämpfe über Dunajec, Nida und San
Schlacht bei Lemberg und Tomaszow
Gefechte bei Lelechowa und Janow (nur das IR 131)
Besatzungstruppe in Polen
Ab November 1939 Überwinterung in Niedersachsen
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
Januar |
B |
6. Armee |
OKH-Reserve |
Einbeck |
Juni |
B |
7. Armee |
XXXX |
Frankreich |
Juli |
B |
7. Armee |
XXXI |
Frankreich |
September |
C |
7. Armee |
XXXI |
Frankreich |
November |
D |
7. Armee |
VI |
Frankreich |
Westfeldzug
Vormarsch durch Luxemburg und Belgien über Nordfrankreich bis zur Somme
Durchbruchsgefechte an der Somme und Oise in Richtung Süden
Verfolgungskämpfe in Richtung Paris über Oise und Qurcq und weiter bis zur Loire
Kämpfe gegen die Pariser Stadtstellungen
Besatzungstruppe und Küstenschutz in Südwestfrankreich am Atlantik im Gebiet Rochefort.
Ein Drittel der Division wurde im September 1940 an die 137. Infanteriedivision abgegeben.
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
Januar |
D |
7. Armee |
VI |
Frankreich |
März |
D |
7. Armee |
LIX |
Frankreich |
April |
B |
17. Armee |
XVII |
Generalgouvernement |
Mai |
A |
6. Armee |
XVII |
Generalgouvernement |
Juni |
Süd |
6. Armee |
XVII |
Generalgouvernement |
Juli |
Süd |
6. Armee |
XXIX |
Shitomir |
August |
Süd |
6. Armee |
LV |
Kiew |
September |
Süd |
6. Armee |
XVII |
Kiew |
Oktober |
Süd |
6. Armee |
LI |
Charkow |
November |
Süd |
6. Armee |
LV |
Charkow |
Rußlandfeldzug
Bereitstellung erfolgte im Raum Hrubezekow
sehr schnell danach kam es zu Grenzschlachten bei Bug und Styr.
In der Folge Vorgehen gegen Panzerverbände bei Dubno, danach Vormarsch nach Zwiahel, Shitomir, Jablonne, Usolossy bis in das Vorfeld von Kiew, damit war die sogenannte „Stalinlinie“ durchbrochen
Übergang über den Dnjepr bei Gornostaipol
Im August 1941 gab es eine 12 tägige Kampfpause, danach Vorstoß zum Irpen und in der Folge fand Kesselschlacht von Kiew bis in den Raum Jagotin statt. Nachdem der Kessel von Kiew nach russichen Soldaten durchsucht worden war erfolgte der Vormarsch auf Charkow.
Winterkämpfe bei Balakleja, wo die Division die Nordflanke des russischen Einbruchsraumes von Isjum hält.
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
Januar |
Süd |
6. Armee |
LI |
Charkow |
August |
B |
6. Armee |
LI |
Stalingrad |
September |
B |
6. Armee |
XI |
Stalingrad |
Dezember |
Don |
6. Armee |
VIII |
Stalingrad |
Ostoffensive
Frühjahrsschlacht in Charkow, danach Schlacht bei Woltschansk
Kämpfe bei Schewtschenkowo
Vormarsch über Millerowo-Tazinskaja zum Tschir
Danach kam es zur Schlacht im Don Bogen
Sicherung der Nordflanke der 6.Armee
Verteidigung der Westflanke des Kessel von Stalingrad.
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
Januar |
Don |
6. Armee |
VIII |
Stalingrad |
Vernichtung in Stalingrad
Ende Jänner wurde die 44. Infanteriedivision im Kessel von Stalingrad vernichtet
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
April |
D |
15. Armee |
in Aufstellung |
Belgien |
August |
Ob. Süd |
keine |
zur Verfügung |
Norditalien |
September |
B |
keine |
zur Verfügung |
Norditalien |
Oktober |
B |
kein |
II. SS |
Istrien |
Dezember |
C |
10. Armee |
XIV |
Cassino |
Neuaufstellung der Division als 'Reichsgrendierdivision Hoch- und Deutschmeister' im Raum Antwerpen. Zunächst Einsatz in Belgien, danach Einsatz in Norditalien zur Bandenbekämpfung ( damit ist der Kampf gegen Partisanen gemeint)- Entwaffnungsaktionen im Raum Bozen gegen die italienische Armee.
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
Januar |
C |
10. Armee |
XIV |
Cassino |
Juni |
C |
10. Armee |
LI |
Apennin |
Oktober |
C |
10. Armee |
zur Verfügung |
Apennin |
November |
C |
|
LXXXXVII |
Udine |
Dezember |
F |
2. Panzerarmee |
LXVIII |
Fünfkirchen |
Einsatz in Italien
Zunächst Abwehrkämpfe in Mittelitalien
Kämpfe am Vulturno, in der Reinhardlinie und in der Gustav-Stellung. Drei schwere Abwehrschlachten am Monte Cassino.
Rückzugskämpfe über den Tiber, Apennin bis nach Bologna.
Datum |
Heeresgruppe |
Armee |
Armeekorps |
Ort |
Januar |
Süd |
2. Panzerarmee |
LXVIII |
Fünfkirchen |
Februar |
Süd |
8. Armee |
FH (IV) |
Gran |
März |
Süd |
|
zur Verfügung |
Plattensee |
April (Kgr.) |
Süd |
2. Panzerarmee |
I. Kav. |
Radkersburg, Graz |
Mai (Kgr.) |
Süd |
8. Armee |
XXXXIII |
NW Linz |
Auffrischung der Division im Raum Udine
Einsatz in Ungarn , Abwehrkämpfe im Gran-Brückenkopf.
Kämpfe im Kessel von Stuhlweißenburg. Rückzug auf das Reichsgebiet nach Radkersburg, gefolgt von einer Verlegung in den Raum Hollabrunn.
Hier erfolgt die Kapitulation, wobei ein Teil der Division in russische Gefangenschaft kam, ein anderer Teil in amerikanische Gefangenschaft.
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Die 44. Infanterie-
Division 1938-1945.

Stalingrad -
Ein Rückblick

Monte Cassino -
Ein Rückblick

Das Ende am
Plattensee:

Das Handbuch
der deutschen
Infanterie
Handbuch des deutschen Stahlhelmes