44. Infanteriedivision - Hoch- und Deutschmeister

Allgemeines

Der Frankreichfeldzug

" ...Ich werde den Deutschen eine Milliarde Franc in Gold schenken, wenn sie tatsächlich angreifen !"

    General Maurice Gamelin, Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Frankreich, im Februar 1940.

Der Plan zum Einmarsch in Frankreich wurde von Generalleutnant von Manstein erstellt. Seine Heeresgruppe A sollte im waldigen Hügelgebiet der Ardennen, das als besonders schlechtes Gelände für Panzer galt.

Abbildung oben: zeitgenössiche Postkarte aus dem Jahr 1940, wie sie an Angehörige der 44. Infanteriedivision verkauft , und als Feldpost in die Heimat geschickt wurde. Der rote Pfeil nach rechts markiert den Vormarsch auf Krakau, der linke Pfeil den Vormarsch auf La Rochelle.

Die Neuerung in der Kriegsführung im Plan von Mansteins war, dass sich die Panzerstreitmacht an der Maas bei Sedan von der Infanterie trennen, und bis zur Kanalküste vordringen sollte. Ziel war es mit den Panzern die alliierte Hauptstreitmacht zu Umfassen und Einzukesseln. Diese Vorgehensweise wurde später von den Alliierten Sichelschnitt genannt. Konservative Militärstrategen lehnten diesen Plan ab. Der Panzermann Heinz Guderian war aber vom Plan v. Mansteins begeistert.

Ab April 1940 waren die Vorbereitungen für den Angriff auf Frankreich abgeschlossen. Insgesamt waren 136 Divisionen mit 2574 Panzern und 3800 Flugzeuge auf deutscher Seite bereitgestellt worden. Die Alliierten kommandierten 135 Divisionen mit 3400 Panzer. Ihre Luftflotte bestand aus 2970 Flugzeugen. Wenn man die Anzahl der Divisionen, Panzer und Flugzeuge vergleicht, so könnte man meinen dass die Kräfte in etwa gleich verteilt waren. Es sollte sich aber zeigen, dass die Waffentechnik und vor allem die Führung der Waffen - speziell die Panzertaktik - der Wehrmacht Vorteile hatte.

Trotz Widerstand innerhalb der Planungsabteilungen der Wehrmacht wurde von Mansteins Plan am 10. Mai 1940 mit der Invasion in Belgien, Luxemburg und Niederlande Realität. Als "Fall Gelb" wird der Angriff auf Belgien, Luxemburg und die Niederlande bezeichnet.

Die Wehrmacht setzte 41140 Fahrzeuge und 1222 Kampfpanzer in Marsch. Es bildete sich der größte mit 250 km Länge der größte Verkehrsstau in der Geschichte Europas. Der Durchbruch an der Maas gelang, und es konnten drei Brückenköpfe gebildet werden. Über diese Brückenköpfe marschierten am 14.Mai 1940 60.000 Mann und 22.000 Fahrzeuge in Frankreich ein. Der Einmarsch in Frankreich wird als "Fall Rot" bezeichnet.

Hitler gab zunächst den Befehl die Brückenköpfe zu sichern, der Panzergeneral Guderian ignorierte aber diesen Befehl und lies die Brückenköpfe nur schwach gesichert zurück, um mit der Hauptstreitmacht bis tief in das Land eindringen zu können.   Dieses Vorgehen stellt einen Wendepunkt in der modernen Kriegsführung dar. Man verließ die Methode des Stellungskrieges, und führte nun einen Bewegungskrieg. Neben den Einheiten von Guderian brach auch das Panzerkorps Hoth 30km weiter nördlich an der Maas aus.

Die Heeresgruppe B hatte bis 14.5 die Niederlande erobert - die Niederlande kapitulierten am 15.5.1940

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Vier Bilder vom Vormarsch & Kampfeinsatz einer Radfahreinheit in Belgien.

Der Chef der Heeresgruppe A, Generaloberst Gerd von Rundstedt lies am 23. Mai 1940 die Panzer halten um die Truppen zu verstärken, die Meinung des Oberkommande des Heeres (OKH) war eine andere. Der Leiter des OKH, von Brauchitsch war dafür die Panzer weiterrollen zu lassen, mit dem Ziel Dünkirchen zu erobern. Diese Vorgehensweise war aber mit Hitler nicht abgestimmt, was diesen erzürnte, und dazu führte, dass er die Panzer halten lies,  um seine stärkere Position geegenüber dem OKH zu beweisen. Dieser Befehl wird als „Hitlers Halt Befehl vor Dünkirchen“ bezeichnet. Die Soldaten konnten seinen Befehl nicht verstehen, denn ein Sieg in Dünkirchen war nahe, und durch das Halten konnte die britische Armee über die Häfen im nicht eroberten Gebiet entkommen. Dennoch war der Krieg in Frankreich gewonnen. Wesentliches Element dieses Krieges war der „Blitzkrieg“. Stehende Fronten und Stellungen wurden durch massiven Einsatz von Sturzkampfbombern (Stukas), und Artillerie aufgeweicht, Panzerverbände durchbrachen die geschwächten Stellungen und führten weite Sichelbewegungen gegen den Feind, mit dem Ziel der Einkesselung aus.

Aktuelles 1940 - Westfeldzug

Datum

Heeresgruppe

Armee

Armeekorps

Ort

Januar

B

6. Armee

OKH-Reserve

Einbeck

Juni

B

7. Armee

XXXX

Frankreich

Juli

B

7. Armee

XXXI

Frankreich

September

C

7. Armee

XXXI

Frankreich

November

D

7. Armee

VI

Frankreich

Vormarsch durch Luxemburg und Belgien über Nordfrankreich bis zur Somme
Durchbruchsgefechte an der Somme und Oise in Richtung Süden Verfolgungskämpfe in Richtung Paris über Oise und Qurcq und weiter bis zur Loire Kämpfe gegen die Pariser Stadtstellungen Besatzungstruppe und Küstenschutz in Südwestfrankreich am Atlantik im Gebiet Rochefort. Ein Drittel der Division wurde im September 1940 an die 137. Infanteriedivision abgegeben.

mehr zum Thema Leben heute 1941-Westfeldzug

Datum

Heeresgruppe

Armee

Armeekorps

Ort

Januar

D

7. Armee

VI

Frankreich

März

D

7. Armee

LIX

Frankreich

April

B

17. Armee

XVII

Generalgouvernement

Mai

A

6. Armee

XVII

Generalgouvernement

Juni

Süd

6. Armee

XVII

Generalgouvernement

Juli

Süd

6. Armee

XXIX

Shitomir

August

Süd

6. Armee

LV

Kiew

September

Süd

6. Armee

XVII

Kiew

Oktober

Süd

6. Armee

LI

Charkow

November

Süd

6. Armee

LV

Charkow

Aktuelles Statistik eines Feldzuges

Die 44. Infanterie-Division verlor in Frankreich 1730 Mann obwohl sie nur wenige Tage beim Somme-Übergang in schwere Kämpfe verwickelt war:

Quelle:[ Militärgeschichtliche Mitteilungen des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, 2002]

Vormarsch in Frankreich

Beispielhaft wird der Marsch der 3.Kompanie des IR 132 durch Frankreich im Jahre 1940 dargestellt. Der Vormarsch der einzelnen Einheiten der 44.Infanteriedivision erfolgte durchaus unterschiedlich.

Mayen (16.5.)
Hinterweiler
Kirchweiler
Gerolstein
Gesotz
Lascheid
Wachweiler
Karlshausen
Ahlscheid
Wils
Bastogne (Belgien)
Houmont (Belgien)
Gedinne (Belgien)
Haybes
Fumay
Rocroi ( Ardennes )
Hirson ( Aisne )
Vervins
St. Gobert
St. Quentin
Le Mesnile en Arronaise
Albert
Méaulte
Maricourt prés Peronne
Foucaucourt en Santerre (6.6.)
Caix
Le Quesnel
Hangest en Santerre
Montdidier (östl. vorbei, 9.6.)
Tricot-Rollet
Mery la Bataille
Avigni
St. Martin
Über die Oise (12.6.)
Pont Ste. Maxence
Morte-Fontaine
Chalis
Chau. de Gressy
Ourgne
Le Queux en Breu
Ponteile
Robert (15.6.)
Combes la Ville
Lieusaint
St. Germain le Corbeil
Mennecy
Ballancourt
Montunault
Etampes
Fontaine la Riviére
Pannessiéres
Autruy
Achéres les Marches
Orléans (17.6.)
Poulay les Bartes
Beaugency
Brückenkopf Loire (18.6.)
SalIy en Val
Le Beufrome
Cour-Cheveny
Contres
Thézéc ( Cher , 21.6.)
Montore
St. Vlovier (Indre, 22.6.)
La Roche Posay (Vienne-La Creuse)
Vernou
Jccessey (Yonne) Niort
Melle
Boisseuil
Rochefort sur Mer (5.7.)

Bilder vom Frankreichfeldzug finden Sie hier

 

Aktuelles Die 44. Infanteriedivision auf der Landkarte

Der Weg der 44. Infanteriedivision im Frankreichfeldzug auf der Landkarte:


Größere Kartenansicht

Aktuelles Quellen & Literaturtipps:

[1] Die Wehrmacht von Guido Knopp
[2] Filmtipp:  Die Geschichte der deutschen Wehrmacht (2 DVDs)
[3] Wehrmacht und Prostitution im besetzten Frankreich 

  Lesen Sie mehr über die 44. Infanteriedivision im Kriegstagebuch der 44. Infanteriedivision

Übersicht aller Soldaten der 44. ID mit hohen Auszeichnungen

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Die Geschichte des Infanterieregiments 131
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Erkennungsmarken der 44. Infanteriedivision

Die Geschichte des zweiten Weltkriegs

Die Ausrüstung der Infanterie in der Wehrmacht

 

 

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