44. Infanteriedivision - Hoch- und Deutschmeister

Allgemeines

 

Kriegstagebuch der 44.ID

mehr zum Thema Leben heute 21.8-28.8 1942

Am 21.8.1942 wurde der Angriffsbefehl auf Stalingrad gegeben.

Die 44. Infanteriedivision, zu der auch das IR 132 gehörte erzwang sich als Teil der 6. Armee den Übergang über den Don bei Wertjatschij, und nahm dort zunächst Sicherungsaufgaben im Norden der Don Front wahr, während einzelne Einheiten der 6. Armee bereits Richtung Stalingrad marschierten.

Organisatorisch war die 44.ID dem XI.A.K. unterstellt.

Die Hauptkampflinie verlief entlang des Don bis nach Ssirotinskaja, von dort über Land nach Kamyschinka und Melo Kremskaja. Die Donschleife bei Kremskaja, konnte nicht besetzt werden da nur ungenügend Soldaten vorhanden waren um die volle Länge entlang des Dons besetzten zu können, was ein taktischer Vorteil gewesen wäre.

Die Aufstellung der Regimenter entlang der HKL war wie folgt. Das IR 134 verantwortete einen 20 km breiten Korridor im Osten. In der Mitte stand das IR 132, links das IR 131. Gesamt kontrollierte die 44. Infanteriedivision einen Landabschnitt von etwa 32 km Breite.

Die Armee der Russen hatte Brückenköpfe im Donbogen geschlagen, der wie schon erwähnt in der Nähe von Kremskaja nicht vollständig kontrolliert werden konnte.

Aus militärischer Sicht war die Don Steppe äußerst ungünstig. Das Gelände glich einer Mondlandschaft, Dörfer gab es kaum, dafür Sand und Lehm, leichte Hügel und endlose Weiten. Das Fehlen von Bäumen oder Sträuchern machte den Bau von Unterständen oder Bunkern faktisch unmöglich. Man nutzte die von Bächen in den Boden gegrabenen Erosionsschluchten (Balkas) um sich zu Decken.

Man verbrachte zunächst Zeit mit dem Beschaffen von Holz aus dem Hinterland und dem Bau von Stellungen (Gräben von 2m Tiefe und einer Länge von bis zu 8km)

Entlang der Hauptkampflinie wurden Stacheldrahtverhaue gelegt. Das 1./Pi80 leistete hier unter Ihrem Kommandanten Olt. Ortmann gute Arbeit. Die I./AR96 und ie I AR97 waren in Stellung gegangen und schussbereit.

Die größte Schwierigkeit lag in der Kontrolle der immens großen Frontabschnitte. So sollte das IR 134 mit 750 Mann das Flussstück zwischen Ssirotinskaja bis nach Karaizkoj kontrollieren, was recht schwierig war.

Am 22.8 gab es in diesem Abschnitt Gefechte bei Chemiewskij und Karaizkoj am südl. Donufer. In der A.A.44 gab es 150 Tote und Verwundete.

Am 28.8.1942 bildeten die Russen einen Brückenkopf im Abschnitt des IR 134. Im Zuge des Gegenangriffes wurden die 2., 9. und 11. Kompanie des IR 134 völlig aufgerieben, die Kompanieführer (Oblt. Eckardt, Oblt. Mittelstedt, Oblt. Knoll)verwundet. Lt. Kaiper und Teile der 11. Kompanie wurden von den Sowiets gefangen genommen. Lt.Wolny ist am 31.8 gefallen, das III. Bataillon des IR 134 wurde aufgelöst.

Das IR 132 stand entlang der HKL bei Ssirotinskaja an der Grenze zum IR 134 – dem späteren Hoch- und Deutschmeister Regiment.

 

Lesen Sie auch:

Die Geschichte des zweiten Weltkriegs

 

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Die Geschichte des Infanterieregiments 132

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